Atme vier Zählzeiten ein, halte kurz, atme länger aus, pausiere wieder. Die verlängerte Ausatmung sendet Sicherheitssignale an dein Nervensystem, senkt Puls und beruhigt Gedankenströme. Setze dir einen stillen Timer für fünf Minuten und beobachte, wie sich Kiefer, Schultern und Bauch anfühlen. Wenn Gedanken abdriften, ist das normal. Kehre freundlich zum Zählen zurück. Notiere im Anschluss ein Wort, das deinen Zustand beschreibt.
Lehne dich an, schließe die Augen und wandere innerlich von den Zehen bis zum Scheitel. Nimm Druckpunkte, Wärme, Kälte und feine Impulse wahr. Du musst nichts verändern; Wahrnehmung allein integriert vieles. Falls Unruhe auftaucht, begrüße sie und lenke Aufmerksamkeit in Bereiche, die sich neutral oder angenehm anfühlen. Nach zehn Minuten fühlen viele Menschen mehr Weite im Brustraum und Bodenhaftung. Erzähle uns, welches Bild dir dabei half.
Alltägliche Handgriffe eignen sich hervorragend, um Präsenz zu üben. Spüre Wasser, Temperatur, Gewicht des Tellers, Klang des Glases. Wenn Gedanken zu Terminen wandern, bringe dich sanft zurück zur Empfindung. Dieses Training schichtet Ruhe auf, ohne Extrazeit zu erfordern. Nach einigen Abenden wirst du bemerken, dass Routinetätigkeiten eine beruhigende, fast ritualhafte Qualität bekommen. Teile deinen liebsten Haushaltsschritt, der dir als Anker dient.
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